Unser Wunsch kreativ zu sein stört uns manchmal kreativ zu sein. Was ist damit gemeint? Jeder von uns hat mal ein weit verbreitetes Klischee gehört „Den Kopf frei machen, um den Raum für die Kreativität zu finden“. In Wirklichkeit sollten wir genau das Gegenteil tun. Wir müssen uns nicht mehr auf den Geistesblitz verlassen. Um auf neue Ideen zu kommen, müssen wir uns mit dem Thema auseinandersetzen und uns von den Ideen von anderen inspirieren lassen. Manchmal ist unser Wunsch einzigartig und authentisch zu sein so stark, dass wir befürchten von den Ideen von anderen beeinflusst zu werden. Und das ist ein großer Irrtum!
Input reinlassen
Die Inspiration in Ideen von anderen zu suchen hat nichts zu tun mit „Ideen klauen“! Es geht darum, die Ideen zu sammeln, verarbeiten, verdauen, bewerten, neu vernetzen, denn ein inhaltsleeres Gehirn kann nichts neues produzieren. Je mehr relevanten Input unser Gehirn bekommt, desto mehr Futter hat es um ganz neue, ungewöhnliche Ideen zu generieren, sei es Design, Mode, Kunst oder sonst was.
Neue Ideen können nicht aus dem Nichts entstehen, sie brauchen einen fruchtbaren Boden. Der Boden ist unser Wunsch etwas Neues zu schaffen, aber wir müssen ihn ständig mit den Ideen von anderen düngen.
Kaum kann man von einem Künstler erwarten, dass er etwas eigenartiges und interessantes erschaffen kann, wenn er mit den Meisterwerken von Klassikern wie Albrecht Dürer oder Michelangelo nicht vertraut ist. Genauso sollte ein der kreativsten Menschen der Gegenwart Elon Musk die Ideen von Nikola Tesla, Steve Jobs und anderen in sich aufnehmen bevor er seine Innovationen der Welt präsentierte.
Wo sollen handwerkbegabte Personen sich inspirieren lassen? Hier bist du richtig! Im Wunderlabel Blog findest du genug Inspiration für Ihre Kreativität, damit deine eigenen Ideen immer wieder sprießen.
Kreativität ist ansteckend
“Kreativität ist nicht nur Inspiration, sondern auch Transpiration.” T. Edison, Erfinder
Das bedeutet, dass für unsere Kreativität sehr wichtig ist, die Ideen zu teilen, d.h. Ihre Ergebnisse der Welt präsentieren, was wiederum kreatives Denken anregt. Haben Sie keine Angst vor Kritik, es ist wichtig, frischen Wind hereinzulassen. Es ist kontraproduktiv, die Ideen für sich behalten. Das Feedback von den anderen Menschen wird zu einer Energiequelle, die Motivation gibt, weiter zu handeln.
Techniken des kreativen Denkens
Kreatives Denken allgemein kann auch durch Übung verbessert werden, hier sind einige Tipps:
1. Nicht standardmäßig denken. Die beste Übung dafür ist, Alltagsgewohnheiten zu ändern. Morgens mal Tee statt des üblichen Kaffee trinken. Im Restaurant etwas Ungewöhnliches kosten. Möbel anders arrangieren. Neue Reiseziele wählen. Neue Aktivitäten ausprobieren.
2. Ideen gleich aufschreiben. Viele Ideen bekommen keine Entwicklung, nur weil sie im Gedankenfluss verloren sind. Halten Sie ein Notizbuch bereit, um Ihre Einfälle aufzuschreiben. Sie können auf das Geschriebene zurückgreifen und die Idee zum richtigen Zeitpunkt verwenden.
3. Die Grenzen vergessen. Diese Übung besteht darin, Bilder von dem, was unmöglich oder nicht erlaubt ist, im Gehirn heraufzubeschwören, die Welt zu verdrehen: Wasser fließt nach oben, Menschen können fliegen, usw.
Außerdem gibt es jede Menge Bücher, die für die Entwicklung der Kreativität absolut empfehlenswert sind:
- „Sechs Hüte des Denkens“ von Edward de Bono
- „Steal Like An Artist“ von Austin Kleon
- „Thinkertoys. A Handbook of Creative-Thinking Techniques” von Michael Michalko.